Wien zu Fuß entdecken: Spaziergang vom Palais Rudolf durch Wiens kulinarische Viertel

Wer Wien zu Fuß entdecken möchte, braucht vor allem eines: eine gute Lage. Genau die hat das Palais Rudolf, ein Hotel, das erst vor kurzem eröffnet hat und mitten im 1. Bezirk liegt. Direkt vor dem Haus öffnet sich ein kleiner Platz – überraschend ruhig für diese zentrale Lage und ein schöner Ort, um anzukommen, bevor es ins Wiener Stadtleben geht.

Palais Rudolf Hotel im 1. Bezirk Wien

Schon die Anreise ist angenehm unkompliziert. Vom Flughafen bringt mich der City Airport Train (CAT) schnell und bequem in die Innenstadt. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg zum Hotel.

Die Zimmer im Palais Rudolf sind modern und angenehm zurückhaltend gestaltet, die Betten groß und sehr bequem – genau das Richtige, wenn ich nach einem langen Tag durch Wien wieder ins Hotel zurückkomme. Eine kleine Besonderheit sollte man wissen: In den Zimmern im ersten Stock lassen sich die Fenster nicht öffnen. Wer gerne mit offenem Fenster schläft, bucht besser eine Etage höher.

Nach einem langen Tag durch die Stadt ist es besonders angenehm, in ein ruhiges Hotel zurückzukehren. Unterkünfte wie diese geben mir das Gefühl, jederzeit eine Pause einlegen zu können – und sind weit mehr als nur ein Schlafplatz.

Zimmer im Palais Rudolf Hotel Wien

Am Morgen wartet ein sehr feines Frühstück – kein überladenes Buffet, sondern gute Produkte und eine entspannte Atmosphäre, um in den Tag zu starten. Ich musste unbedingt die Pancakes probieren. Lohnt sich.

Frühstück im Palais Rudolf Hotel Wien

Praktisch für die Planung der Tage in Wien ist übrigens die Vienna City Card in Kombination mit der ivie App der Stadt Wien. Die kostenlose App zeigt Sehenswürdigkeiten, Museen, Spaziergänge und viele Insider-Tipps auf einer interaktiven Karte – perfekt, wenn man Wien wie ich am liebsten zu Fuß erkundet.

Wien macht es einem erstaunlich leicht, sich zurechtzufinden. Viele Wege sind klar ausgeschildert, die wichtigsten Orte liegen nah beieinander, und mit der App fühlt man sich schnell sicher im Umgang mit der Stadt.

Wien Tipps für einen Spaziergang durch die Wiener Innenstadt

Vom Palais Rudolf aus lässt sich Wien wunderbar zu Fuß erkunden. Kaum habe ich das Hotel verlassen, stehe ich schon mitten im historischen Zentrum der Stadt.

Viele Wege sind angenehm kurz, und selbst längere Strecken lassen sich gut bewältigen. Genau das macht Wien für mich zu einer idealen Stadt für Slow Travel – man kann sich Zeit nehmen und entdeckt oft gerade zwischen den Sehenswürdigkeiten die schönsten Details.

Stephansdom im historischen Zentrum von Wien

Mein Weg führt durch die Fußgängerzone Richtung Stephansdom. Zwischen eleganten Geschäften, kleinen Cafés und vielen Menschen aus aller Welt wirkt Wien gleichzeitig geschäftig und entspannt. Ein paar Straßen weiter komme ich am legendären Hotel Sacher vorbei – berühmt für seine Sachertorte – und gleich daneben an der Albertina, einem der bedeutendsten Kunstmuseen der Stadt.

Hotel Sacher in der Wiener Innenstadt

Direkt davor steht das eindrucksvolle Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka. Ein Ort, der kurz innehalten lässt.

Würstelstand Scharfer René Wien mit Käsekrainer

Bevor es zur nächsten Station geht, gönne ich mir noch eine kleine Stärkung beim Scharfen René, einem der bekanntesten Würstelstände Wiens. Hier hole ich mir eine Käsekrainer. Der Stand ist berühmt für seine hausgemachten Chili-Saucen und Currymischungen, die – der Name verrät es schon – ordentlich scharf sein können. Ein echter Wien-Tipp für eine schnelle Zwischenmahlzeit.

Kunst und Kulinarik im Kunsthistorischen Museum

Danach geht es weiter zum Kunsthistorischen Museum, einem der prächtigsten Museumsbauten Europas. Schon von außen beeindruckt der monumentale Bau mit seiner großen Kuppel und den reich verzierten Fassaden.

Auch im Inneren ist das Museum ein wirklicher Prachtbau. Marmorsäulen, große Treppenaufgänge und kunstvoll gestaltete Decken machen den Besuch fast selbst zu einem Kunstwerk.

Unter dem Motto „A Bite of Art“ wird hier die Verbindung zwischen Kunst und Kulinarik thematisiert. Lebensmittel tauchen in vielen Gemälden auf – manchmal als Symbol, manchmal als üppiges Stillleben oder als Teil religiöser Darstellungen.

Arcimboldo Gemälde im Kunsthistorischen Museum Wien

Besonders faszinieren mich die Werke von Giuseppe Arcimboldo. Seine berühmten Porträts bestehen aus Obst, Gemüse, Blumen oder Wassertieren. In Bildern wie Sommer, Winter, Wasser oder Feuer entstehen aus Ähren, Fischen oder Flammen ganze Gesichter.

Ebenso beeindruckend sind die detailreichen Szenen von Pieter Bruegel dem Älteren. Seine Gemälde wirken fast wie Wimmelbilder – je länger man hinschaut, desto mehr kleine Geschichten entdeckt man.

feinedinge und ein Stück Kuchen

Nach so viel Kunst zieht es mich wieder hinaus in die Stadt. Auf dem Weg zum nächsten Treffpunkt mache ich noch einen Abstecher zu feinedinge, einer kleinen Porzellanmanufaktur mit großem Showroom. Feinstes Porzellan aus 100% Handarbeit. Dafür steht das Label feinedinge seit bald 20 Jahren. Minimalistisches Design, elegante Ästhetik und eine hohe Funktionalität zeichnen die Produkte aus. Wer schöne Dinge liebt, sollte hier vorsichtig sein – mir fällt es erstaunlich schwer, ohne Einkauf wieder hinauszugehen.

Porzellan aus der Manufaktur Feine Dinge Wien

Danach gönne ich mir ein Stück Kuchen im Café Vollpension. Das Café ist längst eine Wiener Institution und unbedingt einen Besuch wert. Hier arbeiten junge Menschen gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren. Die „Omas“ backen ihre Lieblingskuchen nach traditionellen Rezepten – mit großem Erfolg.

Café Vollpension Wien

Bezahlt wird übrigens mit sogenannten Oma-Dollar. Das Café selbst ist liebevoll eingerichtet, voller Erinnerungsstücke und Nippes – fast so, als würde man wirklich bei der Großmutter im Wohnzimmer sitzen.

Cafés wie dieses sind ideale Orte für eine kleine Pause zwischendurch. Man kann hier wunderbar sitzen, ein Stück Kuchen genießen und einfach das Wiener Leben beobachten, ohne sich je fehl am Platz zu fühlen.

Ein Spaziergang über den Naschmarkt in Wien

Von hier ist es nicht weit zum Naschmarkt, einem der bekanntesten Märkte Wiens. Ein kurzer Spaziergang über den Markt gehört für mich bei jedem Wien-Besuch dazu.

Der Naschmarkt ist ein idealer Ort zum Schlendern. Man kann sich treiben lassen, probieren, stehen bleiben oder einfach nur schauen – ganz ohne festen Plan.

Ganz neu ist im unteren Teil der Marktraum, mit einer Dachterrasse und einem schönen Blick auf das berühmte Majolikahaus an der Wienzeile, entworfen von Otto Wagner.

Für den nächsten Besuch merke ich mir gleich: Jeden Samstag findet hier auch ein sehr beliebter Flohmarkt statt.

Mit Rebel Tours durch den 7. Bezirk

Dann wird es Zeit für den Treffpunkt mit Rebel Tours Wien. Benny, ein ausgesprochen sympathischer Guide, wartet bereits am Haupteingang des MuseumsQuartiers.

Direkt hinter dem MuseumsQuartier liegt übrigens ein Tipp für später: das Glacis Beisl, eines der schönsten Gartenlokale der Stadt.

Von hier führt der Spaziergang in den 7. Bezirk, lange Zeit ein eher heruntergekommenes Viertel, heute eines der kreativsten und lebendigsten Grätzl Wiens.

Zwischen kleinen Boutiquen, Galerien und Cafés entdecke ich immer wieder neue kulinarische Adressen. Hier versteckt sich vielleicht sogar eines der besten vegetarischen Restaurants der Stadt: das TIAN.

Weiter geht es zum Café Burggasse 24, das direkt mit dem Vintage Store Burggasse 24 verbunden ist, einer der besten Second-Hand-Läden Wiens und perfekt für eine kleine Stöberrunde. Nur ein paar Häuser entfernt liegt das Espresso Buffet ebenfalls in der Burggasse, ein echtes Grätzl-Café und beliebter Treffpunkt im Viertel.

Zum Abschluss führt uns der Weg noch zum Feinkostimbiss Leitenbauer, wo ich unbedingt einen „Gemischten“ probiere – dazu eine klassische Wiener Jause, schnell auf die Hand und genau richtig nach so vielen Eindrücken.

Wiener Klassiker zum Abschluss

Nach diesem Spaziergang durch Wiens kreative Viertel darf am Abend natürlich auch ein kulinarischer Klassiker nicht fehlen.

Eine Wiener Institution ist das Schwarze Kameel. Seit über hundert Jahren ist das Traditionshaus eine feste Größe der Wiener Gastronomie. Berühmt ist es vor allem für seine belegten Brötchen und die elegante Bar – ein Ort, an dem sich Wienerinnen und Wiener genauso treffen wie Besucher aus aller Welt.

Wer den Abend danach noch stilvoll ausklingen lassen möchte, spaziert weiter zum Hotel Sacher. Schon die Lobby versprüht dieses besondere Wiener Flair. Noch schöner ist es allerdings, einen Tisch in der legendären Blauen Bar zu reservieren. Zwischen Samt, Spiegeln und gedämpftem Licht fühlt sich der Tag in Wien hier besonders elegant an – ein perfekter Ausklang nach einem langen Spaziergang durch die Stadt.

Wien ist eine großartige Stadt für Genießer. Mehr über die neue Wirtshauskultur und moderne Beisl in Wien findest du in meinem Artikel über Wiens Wirtshauskultur im Wandel.

Kleine Souvenirs aus Wien

Ganz ohne Souvenirs verlasse ich Wien natürlich nicht. Allerdings müssen es bei mir keine klassischen Andenken sein – viel lieber nehme ich kulinarische Erinnerungen mit nach Hause.

Im Augora Fermente kaufe ich ein Glas Kimchi. Im Schwarzen Kameel entdecke ich elegante Espressotassen, die einfach mit müssen, und bei feinedinge kann ich der Versuchung ebenfalls nicht widerstehen: Eine kleine Etagere aus Porzellan wandert in meine Tasche.

Auf dem Naschmarkt finde ich im Marktraum außerdem feine Schokolade von 28 Lots, perfekt als Mitbringsel. Und selbst der Würstelstand bleibt nicht ohne Folgen: Die eingeschweißten Käsekrainer vom Scharfen René entdecke ich später ganz unkompliziert im Billa-Supermarkt wieder.

So nehme ich am Ende nicht nur viele Eindrücke aus Wien mit nach Hause, sondern auch ein paar Geschmäcker, die noch lange an diese Reise erinnern.

Wien gehört für mich zu den Städten, die sich besonders angenehm entdecken lassen. Vieles liegt nah beieinander, die Atmosphäre ist entspannt, und man fühlt sich schnell sicher. Genau diese Mischung macht den Aufenthalt so unkompliziert und gleichzeitig besonders.

Text und Fotos Britta Smyrak

Auf diese Pressereise wurde ich von Wien Tourismus eingeladen.

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